Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Wie entstehen Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Das Immunsystem ist eine sinnvolle Einrichtung. Es verhindert Infektionen, die durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden. Bei Unverträglichkeiten sieht dies anders aus: Der Körper antwortet auf eine fremde Substanz mit einer Abwehr-reaktion. Dies geschieht im Falle einer Unverträglichkeit auch bei ansonsten harmlosen Nahrungsmitteln. Schliesslich wird diese Abwehrreaktion chronisch und beeinträchtigt Gesundheit und Wohlbefinden.

Neue diagnostische Möglichkeiten zur Abklärung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Der Allergo-Screen® identifiziert Antikörpern der Klasse IgG/IgG4, die das Immunsystem gegen Bestandteile von Nahrungsmitteln gebildet hat. Insgesamt werden 88 (Basic-Test) oder 280 (Plus-Test) Grundnahrungsmittel untersucht.

Die Untersuchung von IgG/IgG4-Antikörpern entspricht nicht dem klassischen Allergie-test, bei dem ausschließlich Antikörper der Klasse IgE untersucht werden. Die IgE-vermittelten Reaktionen vom sog. Sofort-Typ führen in der Regel zu Beschwerden, die in engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Antigenkontakt auftreten. Bei den im Allergo-Screen untersuchten IgG/IgG4-Antikörper-getriggerten Reaktionen treten die Beschwerden in der Regel in verzögerter Form auf, so dass es erheblich schwerer ist, einen zeitlichen Zusammenhang zu den unverträglichen Nahrungsmitteln zu erkennen.

Das Tückische an den Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten ist also, dass sie oftmals ein Leben lang nicht erkannt werden, denn die Beschwerden treten zeitversetzt (bis zu 72 Stunden später) auf, nachdem ein bestimmtes Nahrungsmittel verzehrt wurde.

Es kann also passieren, dass Magen-Darm-Probleme erst am Dienstag auftreten, obwohl der Kuchen bereits am Sonntag genüsslich verspiesen wurde.

Eigenschaften der IgG-Antikörper

Während die IgE-Produktion auch bei relativ seltenem Kontakt mit sehr geringen Aller-genmengen initiiert wird, zieht ein intensiver Allergenkontakt eine spezifische IgG-Bildung nach sich. IgG-Antikörper der Subklassen 1-3 sind bivalent und können somit zwei Antigene gleichzeitig binden, wodurch Vernetzungen zwischen einer Vielzahl von Antigenen entstehen (Immunkomplexbildung). Geschieht dies moderat, findet eine weit-gehend asymptomatische Phagozytose dieser Immunkomplexe statt. Übersteigt die An-zahl der Immunkomplexe die Phagozytose-Kapazität, kommt es zu einer Aktivierung so-wohl des Komplementsystems als auch von Makrophagen, Granulozyten und Thrombozy-ten. In Abhängigkeit vom quantitativen Ausmaß der Antigen-Antikörperkomplexbildung werden die initiierten Immunreaktionen für den Patienten spürbar, da sich die Immun-komplexe am Gefässendothel, im Bereich der Gelenke, in der Haut, im Muskel und an-dernorts ablagern und weitere Immunreaktionen auslösen. Beim Allergo-Screen®-Basic werden 88, beim Allergo-Screen®-Plus 280 Grundnahrungsmittel untersucht.

Eigenschaften der IgG4-Antikörper

Das humorale Immunsystem bringt bei chronischer Allergenkonfrontation spezifische IgG4-AK hervor, die hinsichtlich ihrer Allergenspezifität den jeweiligen IgE-Antikörpern entsprechen. Die IgG4-Antikörper binden nun freie Antigene, so dass IgE-vermittelte Allergiemechanismen nicht mehr stattfinden können.

Die Broschüre, in welcher diese Zusammenhänge detailliert beschrieben sind, können Sie hier downloaden.

(Quelle: www.ganzimmun.com)

Sinnvolle Untersuchung bei

  • Beschwerden im Abdominalbereich:
  • Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe, Durchfall, Verstopfung, Missempfindungen, Reizdarm-Syndrom
  • Erkrankungen der Atemwege:
  • Chronischer Husten, Asthma bronchiale, wiederkehrende Infekte
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Rheumatische Erkrankungen: Muskel- und Gelenkschmerzen, Fibromyalgie
  • Hauterkrankungen: Neurodermitis, Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Chronische Müdigkeit
  • Übergewicht
  • Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern

 

Positiver Nahrungsmittelunverträglichkeitstest – Was dann?

Sollte Ihr Nahrungsmittelunverträglichkeitstest positiv ausfallen muss als erstes mittels einer Auslassdiät von 3 - 4 Wochen das Testergebnis bestätigt werden.

Falls es Ihnen nach dieser Phase besser geht, ist es das Ziel, die Unverträglichkeit innert einer Zeit von ca. 6 Monaten zu verbessern oder zu beseitigen. Dies geschieht mit den Immunsystem stärkenden Massnahmen wie Bioresonanztherapie, Akupunktur / TCM oder der Colon-Hydrotherapie. Sie sollten nach 6 Monaten in der Lage sein, diese positiv ge-testeten Nahrungsmittel in kleinen bis mittelgrossen Mengen wieder zu konsumieren.

Manchmal zeigt sich eine Unverträglichkeit, welche mit den sich zeigenden klinischen Symptomen keinen Zusammenhang hat, zumindest nicht auf den ersten Blick. In einem solchen fall müssen wir weiter forschen und andere Untersuchungen anschliessen (z.B. Haarmineralanalyse, Säure-Basen-Test, Blutkristallisationstest, Candida-Test).

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Dr. med. Robert Heiz
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