Dunkelfeld-Mikroskopie

Pleomorphismus - Monomorphismus

Im 19. Jahrhundert, zu Lebzeiten Cohns, Kochs und Pasteurs galt in der Bakteriologie das Dogma des Monomorphismus. Es wurde postuliert, dass Mikroorganismen immer in derselben Form und mit denselben Funktionen vorliegen. Das bedeutet, dass z.B. das Bakterium „xy“ immer ein Bakterium „xy“ gewesen ist und es auch bleiben wird. So wurde für jedes Krankheitsbild der entsprechende Krankheitserreger gesucht und dann definiert. Es entstand eine Systematik der Virologie, Bakteriologie und Mykologie, die einerseits sehr unübersichtlich war und andererseits auch immer wieder Veränderungen in der Einteilung erfuhr.

 

Dem Monomorphismus entgegengesetzt gegenüber steht der Pleomorphismus. Dieser besagt, dass Mikroorganismen durchaus einem Formwandel unterliegen können und damit in der Lage sind, ihr Erscheinungsbild zu verändern ohne dabei ihre spezifischen Funktionen zu verlieren. Der Mikroorganismus kann von kleinsten Eiweissmolekülen bis hin zu grossen, vielkernigen, hochentwickelten Stadien wie Bakterien oder Pilzen variieren.

 

Der Begründer des Pleomorphismus war der französische Forscher A. Béchamp. Dieser beschrieb in seinem Werk "Microcymas", dass ein Mikroorganismus unter genau festgelegten Voraussetzungen in verschiedenen Formen (pleo = mehrere, morph = Form) auftreten kann, ohne seine pathogene (=krankmachende) Eigenart zu verlieren. Der deutsche Mikrobiologe Prof. G. Enderlein, der von 1872 bis 1968 lebte, nahm die Erkenntnisse von Béchamp auf und führte diese weiter bis zur Bakterien-Cyclogenie, welche 1925 veröffentlicht wurde. Die „Cyclogenie“ (= Entstehungskreislauf) ist die Wandlung der Keime durch alle ihre Phasen, vom Sichtbaren zum Unsichtbaren und zurück (Isopathie).

 

Die Dunkelfeld-Mikroskopie

Bei den üblichen schulmedizinischen Methoden wird ein Präparat (z.B. Blut) zuerst eingetrocknet, danach gefärbt und in der gewöhnlichen Durchlicht-Mikroskopie beurteilt. Bei der Dunkelfeld-Mikroskopie untersuchen wir das lebendige Blut direkt und können somit Vorgänge beurteilen, wie sie in unserem Körper dauernd ablaufen. Somit gelingt es mit der Dunkelfeld-Mikroskopie Strukturen sichtbar zu machen, die bei der Untersuchung im normalen Durchlichtmikroskop nicht gesehen werden können.

 

Vergleich: den Staub in der Luft können Sie normalerweise nicht sehen. Wenn die Sonne durch das Fenster scheint und Sie seitlich auf den Lichtstrahl schauen, sehen Sie aber alle Staubpartikel tanzen.

 

Die Dunkelfeld-Mikroskopie gibt Aufschluss über das „innere Milieu“, das „Terrain“ und die Funktionsfähigkeit der Blutzellen.

 

Sie ist besonders geeignet zur Beurteilung von Patienten mit chronischen Krankheiten, bei Kindern mit Infektanfälligkeit, bei wiederholten bakteriellen und viralen Problemen, bei Candida- und sonstigen Pilzproblemen, ferner bei der Frage nach chronischen, toxischen Problemen (z.B. Amalgameinfluss).

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beurteilung der Degenerationstendenz, was ein wichtiger Anhaltspunkt für die Tumorneigung eines Patienten ist. Wir empfehlen, die Untersuchung während der Durchführung einer isopathischen oder immunbiologischen Therapie ca. alle 3 Monate durchzuführen.

 

Vorgehensweise: Wir nehmen etwas Blut aus der Fingerbeere, dem Ohrläppchen oder aus der Armvene, streichen das Blut auf einem Objektträger aus und untersuchen es sogleich im Mikroskop.

 

Um verschiedene Untersuchungsresultate des einzelnen Patienten im Laufe der Behandlung miteinander objektiv vergleichen zu können, steht ein spezielles Wertungssystem zur Verfügung. Mit diesem Beurteilungssystem gelingt es nicht nur, einzelne Untersuchungen miteinander vergleichen zu können, sondern es ist auch möglich, sowohl die Abwehrbereitschaft als auch die Teilbelastungen mit Mucor racemosus und Aspergillus niger zu quantifizieren (Isopathie).

 

Die Dunkelfeld-Mikroskopie ist eine faszinierende Methode, in einen uns bisher verborgen gebliebenen Teil unseres lebendigen Mikrokosmos vorzudringen und bislang Unsichtbares sichtbar zu machen!

 

Mit Hilfe der Dunkelfeld-Mikroskopie erbrachte Prof. Dr. G. Enderlein in jahrelangen Forschungen den Beweis, dass die Viren und Bakterien nicht die kleinsten Lebewesen sind, sondern dass Viren, Bakterien und Pilze bereits eine Entwicklungsstufe dieser lebendigen Eiweissmoleküle darstellen, was er Cyclogenie (cyclos = Kreis, genos = Geburt, Ursprung) nannte.

 

Bereits 1915 hatte er im Blut eine Bakterienphase isoliert und in Reinkultur zum Pilz Mucor racemosus Fresen gezüchtet. Er konnte zeigen, dass dieser Erreger in seinen Primitivphasen (Eiweisskörper) bereits während der Schwangerschaft durch die Plazenta auf jeden Embryo übertragen wird, und nannte ihn Endobiont (= Urkeim). Vor Jahrmillionen erfolgte die Infektion des gesamten Säugetierbereichs durch diesen Pilz. Dieser Pilzparasit entwickelt im Körper alle Stadien, die alle Gewebe und Organe mehr oder weniger befallen können. Gerade dieser Umstand macht den Parasiten so gefährlich und ist die Ursache der Vielfältigkeit der chronischen Erkrankungen.

 

Zitat Enderlein: "Sobald das Gleichgewicht des Blutserums, zwischen Mineralsalzen (Basen) und Säuren, längere Zeit durch falsche anti-biologische Ernährung nach der sauren Seite hin gestört wird, setzt eine uferlose Vermehrung der Endobionten (= Urkeim) ein. (...) Je höher ein Endobiont in seiner Entwicklungsreihe steigt, desto mehr nimmt seine Schädlichkeit zu, und um so höher steigt die Übersäuerung des Blutes."

 

Die Schädlichkeit des Endobionten und die Übersäuerung, der Eiweissgehalt und der Spurenelementspiegel im Körper stehen also in einem sich gegenseitig steigernden Wechselverhältnis.

 

Gründe für die Aufwärtsentwicklung des Endobionten

a) Die Übersäuerung

Der Körper verfügt über verschiedene Pufferungssysteme im Blut, welche das Säure-Basen Verhältnis im Gleichgewicht zu halten vermögen (s. Merkblatt: Säure-Basen-Haushalt).

 

Bei Aufnahme von säurebildenden Nahrungsmitteln werden Basen gebraucht, um die entstandenen Säuren zu neutralisieren. Diese Basen werden aus dem Gewebe bezogen und es kommt zu einer Übersäuerung des Gewebes.

 

So entsteht die zuerst paradox anmutende Situation, dass das Blut chronisch Kranker oft eine Alkalose aufweist, während das Gewebe übersäuert ist.

 

Säuren sind sehr starke Zellgifte und schädigen auch die in den Zellen vorhandenen Enzymsysteme, da Enzyme ihr Funktionsoptimum oft in einem eng begrenzten pH-Bereich (pH = Messskala für Säurebelastung) haben. Vor allem aber begünstigt das saure Milieu die Aufwärtsentwicklung des Endobionten zu krankmachenden Formen und ist damit häufig der Ausgangspunkt einer Erkrankung.

 

Dieser Entwicklung ist entgegenzuwirken, indem die Zufuhr von säurebildenden Nahrungsmitteln eingeschränkt wird. Mit der Aufnahme von mehr basenlastigen Nahrungsmitteln gelingt es leider praktisch nie, eine bestehende Übersäuerung auszugleichen. Es ist nötig, organische Basenpulver einzunehmen oder bei sehr starker Übersäuerung Bicarbonat-Infusionen zu verabreichen.

 

b) Die Übereiweissung

Eiweissreiche Nahrungsmittel enthalten Schwefel- und meist auch Phosphor-Ionen. Nach dem Eiweissabbau bleiben diese Elemente in Form von Schwefelsäure und Phosphorsäure übrig und müssen von Calcium, Natrium und Kalium neutralisiert werden. Weil sie also basische Elemente entziehen, führen sie zu einer Übersäuerung.

c) Weitere Faktoren

Weitere Faktoren, welche die Aufwärtsentwicklung des Endobionten begünstigen, sind in der Aussenwelt zu finden. So können Schwermetallverbindungen, Insektizide, Pestizide und auch krebserregende Substanzen eine Verschiebung des Gleichgewichtes bewirken, so dass krankmachende Formen entstehen können.
Sehr viele der heute verwendeten „Antitherapien“ (z.B. Antirheumatika, Antibiotika, Antihistaminika, Antidepressiva, Säureblocker etc.) führen zu einer Blockierung der Regulationssysteme und fördern dadurch die Höherentwicklung des Urkeimes.
Auch psychischen Komponenten ist genügend Beachtung zu schenken. Depressionen und andere seelische Verstimmungen vermindern die Selbstheilungskräfte. Nicht vergessen werden darf, dass sie aber häufig durch Milieuveränderungen verursacht und somit Ausdrucksform eines körperlich bedingten Leidens sind.

 

Die Isopathie (iso = gleich, pathos = Leiden) ist nun ein Heilverfahren, das Stoffwechselprodukte, die bei Infektionen entstehen, als Heilmittel gegen diese Erkrankung verwendet. Die von der Firma Sanum-Kehlbeck hergestellten Präparate basieren auf der Entdeckung von Prof. Dr. G. Enderlein, dass bestimmte im Blut existierende Mikroorganismen sich „retrograd“ beeinflussen lassen, d.h. sie werden durch die Primitivformen (=Ursprungsformen) des gleichen Erregers in niedrigere, nicht krankmachende Entwicklungsstufen zurückgeführt. Diese verlassen dann unseren Körper durch die Ausscheidungsorgane (Niere, Darm, Lunge, Haut). Wenn wir die Isopathie anwenden, ist es möglich, die Aggressivität des Mikroorganismus im menschlichen Körper zu reduzieren, ja ihn sogar für das Gewebe unschädlich zu machen. Es handelt sich also um die Umwandlung des pathogenen Mikroorganismus in seine ungefährlichen Primitivformen.

 

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