Wie hängen Histamin und Allergien zusammen?

Das Allergo-Screen®-Konzept wurde entwickelt, um dem Therapeuten ein strukturiertes und zielgerichtetes Diagnoseregime zur Beurteilung fraglicher Nahrungsmittelunverträg-lichkeiten an die Hand zu geben.
Mit Hilfe sinnvoll aufeinander abgestimmter Untersuchungsprofile lässt sich kostengünstig und gleichsam konsequent die differentialdiagnostische Vielgestaltigkeit dieser komplexen Fragestellung abklären.

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Histamin ist eine Substanz, welche die Symptome einer allergischen Reaktion bewirkt und beim Allergiker aus den Mastzellen freigesetzt wird. In der Nahrung entsteht das Histamin beim bakteriellen Abbau der Aminosäure Histidin. Kommt der Organismus mit einem Allergen in Berührung, werden Entzündungsstoffe frei, die Symptome wie rinnende Nase, Augen- und Hautjucken oder Asthma verursachen. Auch Histamin ist ein Entzündungsstoff, der in diesem Prozess frei wird. Patienten mit Allergien und einer Histaminintoleranz leiden doppelt: sie produzieren im Rahmen der Allergie Histamin, können diese aber aufgrund der Histaminintoleranz nicht abbauen.

30% aller Allergiker mit einer Inhalationsallergie geben an, auch an Nahrungsmittel-unverträglichkeiten zu leiden, von denen nur 10% echte Nahrungsmittelallergien haben, 10% leiden an einer Laktose- oder Fruktoseunverträglichkeit, 40% haben Kreuzallergien zu Pollen und 40% der genannten Allergiker haben eine Histaminintoleranz. Histaminreiche Nahrungsmittel können deshalb bei Personen mit entsprechender Neigung allergieähnliche Reaktionen auslösen. Daher soll ein Allergiker auch während der Allergiesaison eine histaminarme Ernährung einhalten!

Histaminreiche Nahrungsmittel

Fleisch

  1. alle Wurstwaren wie z.B. Bratwurst, Cervelat, Mettwurst, Le Parfait, Aufschnitt

  2. auch alle rohen, geräucherten und gepökelten Wurstwaren wie Salami, Bündnerfleisch, Mostbröckli, Rohschinken, Schinken, Räucherschinken, Landjäger etc.

> Wählen Sie frisches oder tiefgekühltes Fleisch und Geflügel wie Plätzli, Kotelette, Geschnetzeltes, Gehacktes, Filet etc.

Fisch

  1. Thunfisch, Makrele, Sardinen, Sardellen, Krustentiere, Hering besonders als Konserve, Räucherfisch; Fischsaucen

  2. Achtung: Fischkonserven nach Öffnen der Dose baldmöglichst verbrauchen

> Wählen Sie frische oder tiefgekühlte Fische wie z.B. Dorsch, Forellen, etc.

Käse

  1. alle Hart-, Weich- und Schmelzkäse: Emmentaler, Gruyère, Parmesan, Sbrinz, Tilsiter, Cheddar, Provolone, Blauschimmelkäse wie Roquefort, Gorgonzola; alle überalten Käse

> Wählen Sie Frischkäse wie z.B. Hüttenkäse, Quark oder andere Milchprodukte.

Gemüse

  1. Tomaten, Aubergine, Bohnen, Spinat, Sauerkraut, Avocado, Pilze (Steinpilze, Morcheln)

  2. von der Industrie gerüstete Salate

> Wählen Sie alle anderen Gemüse, frisch oder tiefgekühlt.

Früchte

  1. Erdbeeren, Himbeeren, Zitrusfrüchte, Bananen, Ananas

> Wählen Sie andere Früchte wie Äpfel, Birnen, Aprikosen, Melonen usw., frisch oder tiefgekühlt

Ausserdem zu meiden

  1. Rotwein, Weisswein, Bier, Trockenhefe, Sojasauce, Essig, Senf, Walnüsse

> Diese Liste ist nicht abschliessend!

Histaminliberatoren

Histaminliberatoren sind Substanzen, welche Histamin im Körper aktivieren können und somit bei manchen Menschen zu allergie-ähnlichen Reaktionen führen. In diesem Fall ist es ratsam, die Nahrungsmittel zu meiden, welche diese Substanzen enthalten.

Nahrungsmittel, die Histaminliberatoren enthalten:

  1. Schokolade

  2. Eier

  3. Erdbeeren

  4. Zitrusfrüchte

  5. Tomaten

  6. Fisch und Krustentiere

  7. Rotwein, Weisswein

  8. Schweinefleisch

NB: Der Gehalt der Nahrungsmittel an Histamin und anderen histaminähnlichen Substanzen (sog. biogenen Aminen) oder unspezifischen Histaminliberatoren kann erheblich variieren. Die Auswirkung dieser Substanzen ist zudem stark mengenabhängig.

 

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