Überschichtungsreaktion des Harns
Überschichtungsreaktion des Harns
Die Möglichkeit, den Urin zu diagnostischen Zwecken zu nutzen, hat in allen Medizinkulturen eine lange Tradition.
Die klassische Harnschau, die ohne chemische Zusätze arbeitete und sich ausschliesslich an den Zeichen des Harns wie Farbe, Geruch, Dichte, Ausfällungen, Viskosität, Bläschenbildung, etc. orientierte, war schon ein kleines Lehrgebäude für sich.

Der grosse Vorteil der Überschichtungsreaktion liegt vor allem darin, dass beginnende Stoffwechselentgleisungen und funktionelle Störungen frühzeitig erkannt werden können. Dieses Verfahren ist im Vergleich zu den Ergebnissen der Urinteststreifen sehr viel differenzierter und damit auch aussagefähiger.
Durchführung

Dann füllt man sofort ebenfalls in die Öffnung des schmalen Schenkels einige Kubikzentimeter Überschichtungsreagenz nach (Marke 2) und beurteilt die Reaktion nach einer Minute. Die beiden Flüssigkeiten vermischen sich nicht, bilden jedoch an ihrer Berührungsfläche verschiedenfarbige Ringe, die sich bei der Durchsicht gegen einen hellen Hintergrund leicht beurteilen lassen.
Die verschiedenfarbigen Ringe geben einen Hinweis, in welchem Organsystem sich eine Störung manifestiert.
Die Farbringe und ihre Bedeutung:
‣Brauner Ring: Urobilin, Urobilinogen Leberstörung
‣Grüner Ring: Bilirubin, Biliverdin Gallenstörung
‣Blauer Ring: Indol, Eiweissfäulnis Darmstörung
‣Kirschroter Ring: Scatol Darmstörung
‣Weisser Ring: Eiweiss Nierenerkrankung
‣Schwarzer Ring: Melanin Degenerationsverdacht
Blasenbildung im dünnen Schenkel:
‣Kleinblasig: Dünndarmstörung
‣Grossblasig: Dickdarmstörung
Im Anschluss an die Überschichtungsreaktion führen wir immer auch den sog. Indoltest durch, bei welchem Fäulnisprozesse infolge eines schlecht arbeitenden Darmes nachgewiesen werden können. Diese Fäulnisgase werden durch die Darmwand ins Blut aufgenommen und finden sich nach der Nierenpassage im Urin wieder. Sollte dies der Fall sein, ist eine Behandlung des erkrankten Darmes angezeigt.
Mit diesen Ausführungen soll keine komplette „Anleitung zur Harnanalyse“ geboten werden, sondern es geht um eine Methode, deren schnelle und leicht durchzuführende Art eine hervorragende Möglichkeit bietet, sich den notwendigen Überblick über die Situation im Körper zu verschaffen.

Diesen Abstrich streichen wir auf eine Nährplatte und beobachten während 48 Stunden, ob sich Pilzkolonien gebildet haben. In einem solchen Fall bedeutet dies, dass der gesamte Magen-Darm-Trakt durch ein Übermass an Candida albicans-Pilzen besiedelt ist und das Milieu entsprechend zusätzlich geschädigt ist. Eine Sanierung ist deshalb dringend angezeigt, beispielsweise durch die Colon-Hydrotherapie.
Diagnostik